Was ist eine chirurgische Magenverkleinerung?
Adipositas (Fettleibigkeit) ist eine komplexe chronische Erkrankung, die große Auswirkungen auf Gesundheit und Lebensqualität haben kann. Eine Magenverkleinerung (bariatrische Chirurgie) kann von Gesundheitsfachkräften als Zweitlinientherapie in Erwägung gezogen werden, wenn eine ausgewogene Ernährung, mehr Bewegung und medikamentöse Behandlungen nicht ausreichen, um zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen. Darunter fallen eine Reihe von Interventionen am Magen und/oder Darm, durch die schwere Fettleibigkeit und ihre Komplikationen behandelt werden sollen.
In diesem Newsletter möchten wir Sie informieren, wer für eine Magen-OP in Frage kommt, wie sie durchgeführt wird und welche Vorteile und Risiken damit verbunden sind.

Für wen?

Es gibt eine Reihe von Gegenanzeigen gegen eine chirurgische Magenverkleinerung, zum Beispiel:

Vor dem chirugischen Eingriff
Der Behandlungsverlauf umfasst mehrere Phasen, von der Vorbereitung auf die Operation bis zur langfristigen Nachsorge:

Bevor eine Magenverkleinerung in Frage kommt, müssen die Patienten eine strukturierte, multidisziplinäre, längere und obligatorische präoperative Phase durchlaufen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass der chirurgische Eingriff sinnvoll und sicher ist und dass der Patient bereit ist, dauerhaft neue Lebensgewohnheiten anzunehmen. Diese präoperative Phase dauert mindestens 6 Monate oder falls nötig auch länger.
Die präoperative Phase umfasst einen umfassenden Gesundheitscheck mit verschiedenen Untersuchungen und Konsultationen von Fachärzten, die sich über mehrere Monate erstrecken, um eine genaue Bilanz des Gesundheitszustands der Person zu erhalten:

Ergänzend dazu wird die Teilnahme am Multimodalen Konzept (MMK) vorausgesetzt. Das Adipositas-Board umfasst eine Reihe von Terminen mit verschiedenen Gesundheitsexperten, die es insbesondere ermöglichen, den jeweiligen Fall von Übergewicht besser zu verstehen, die Operation vorzubereiten und mögliche Probleme beim Eingriff besser vorzubereiten.
Das Multimodale Konzept (MMK) umfasst:

- Ein Ernährungsberater erklärt, wie die Ernährung angepasst und neue Essgewohnheiten eingeführt werden.
- Eine Fachperson bietet Trainingseinheiten für eine angepasste körperliche Aktivität an, um die Bewegung nach und nachzusteigen und sich auf die Operation und die Zeit danach vorzubereiten (Sportnachweis).
- Vor Durchführung einer Magen-OP wird der Patient von einem Psychologen beraten, der mit ihm über seine Erwartungen und Ängste spricht und ihn auf die Veränderungen infolge der Operation vorbereitet (Ernährung, Körper …).
- Je nach Bedarf können weitere Fachkräfte diesen Prozess begleiten (Suchtexperte, Psychiater, Physiotherapeut …)
Die wichstigsten Operationsmethoden
Bei einer Magenverkleinerung wird die Anatomie des Verdauungssystems, hauptsächlich des Magens, verändert, um die Nahrungsmenge und deren Absorption zu begrenzen.

Vorteile und Risiken
Eine Magenverkleinerung führt zu einer hohen Gewichtsabnahme, die mit einer Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands und in vielen Fällen auch mit einer Verbesserung der mit Fettleibigkeit verbundenen Komorbiditäten (Begleiterkrankungen) verbunden ist. Allerdings sind die Ergebnisse von Person zu Person unterschiedlich und hängen von vielen Faktoren ab, vor allem von der medizinischen Nachsorge und einem veränderten Lebensstil (angepasste Ernährung, mehr Bewegung …).

Wie alle chirurgischen Eingriffe kann eine Magenverkleinerung mit manchmal schwerwiegenden Komplikationen und Nebenwirkungen verbunden sein, wie:

Und danach?
Nach der Operation ist eine lebenslange medizinische Nachsorge und Ernährungsberatung notwendig, mit regelmäßigen Konsultationen in den ersten zwei Jahren und danach in größeren Abständen. Die Empfehlungen zu Ernährung und körperlicher Bewegung müssen im Alltag befolgt werden.

Fazit
Die Magenverkleinerung (Adipositaschirurgie) wird Personen mit schwerer Adipositas angeboten, wenn andere Maßnahmen (Ernährungstherapie, mehr Bewegung, Medikamente) nicht zum Erfolg geführt haben. Diese Entscheidung sollte nicht leichtfertig getroffen werden: Der Eingriff muss vor, während und nach der Operation von einem multidisziplinären Behandlungsteam begleitet werden. Im Rahmen des Multimodalen Konzepts (MKK) kann eine therapeutische Schulung angeboten werden. Die Teilnahme daran ist dringend zu empfehlen, um das Krankheitsbild und die Operation besser zu verstehen und den Patienten während des gesamten Behandlungsverlaufs zu unterstützen.

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Nutriactis September 26 – Was ist eine chirurgische Magenverkleinerung
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