Cadmium: was sie wissen sollten
Quelle: Nutriactis/CHU Rouen‑Normandie

Cadmium ist ein Metall, das in unserer Umgebung natürlich vorkommt, hauptsächlich in Boden, Luft und Wasser. Bestimmte Aktivitäten des Menschen, wie Landwirtschaft und Industrie, können dazu beitragen, dass sein Vorkommen in der Natur erhöht wird. Eine wiederholte Exposition oder die Aufnahme großer Mengen dieses Metalls kann für den Menschen gesundheitsschädlich sein. Heute ist die Ernährung die Hauptquelle für eine hohe Cadmiumbelastung. Deshalb erfordert dieses Gesundheitsproblem eine besondere Aufmerksamkeit.
In diesem Newsletter möchten wir Ihnen dieses Metall näher erklären, wo es zu finden ist und was man tun kann, um eine Aufnahme zu vermeiden.
Was ist Cadmium?

- Ein hochgiftiges Schwermetall, das der Gesundheit der Menschen und der Umwelt schadet
- Es wurde 1817 von Friedrich Stromeyer in Deutschland in Göttingen entdeckt
- Silberweiß, weich und verformbar, wird aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften seit dem 19. Jahrhundert vielfach verwendet
- Es wird in der Landwirtschaft (Dünger) und bestimmten Industrien (Metall, Chemie, Stromerzeugung) verwendet, hauptsächlich, um Legierungen vor Korrosion zu schützen und Kunststoffe, Batterien oder Farbstoffe herzustellen (siehe Anhang)
- Laut der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) beträgt die tolerierbare wöchentliche Aufnahmedosis von Cadmium 2,5 µg pro Kilogramm Körpergewicht
Im Fokus: Schwermetalle
Schwermetalle sind Elemente, die natürlich in der Umwelt vorkommen. Sie werden gefährlich, wenn sie sich in größerer Menge ansammeln in Boden, Wasser, Luft oder Lebewesen. Diese Emissionen entstehen sowohl durch Naturphänomene wie Vulkanausbrüche und Gesteinserosion als auch durch menschliche Aktivitäten wie Industrie, Landwirtschaft, Verkehr und Müllentsorgung.
Anders als andere Schadstoffe werden Schwermetalle nicht leicht abgebaut und können sich entlang der gesamten Nahrungskette in tierischen ebenso wie in pflanzlichen Lebensmitteln ansammeln – und schließlich im menschlichen Organismus.Die bekanntesten und gefährlichsten sind Cadmium, Blei, Quecksilber und Arsen. Eine längere Exposition kann Gesundheitsprobleme verursachen, insbesondere im Bereich von Nieren, Nervensystem, Knochen und Herz.
Einige Zahlen
Die Analyse der 3. französischen Studie zur Gesamternährung (EAT-3), deren Ergebnisse

Woher kommt unsere Exposition für Cadmium?
- Rauchen ist eine häufige Ursache für eine Exposition
- Eine Zigarette enthält ungefähr 2 μg Cadmium.
- Dieses Cadmium wird eingeatmet in Form von feinsten Partikeln, die sich in den Lungenbläschen festsetzen können
- Die Ernährung ist bei Nichtrauchern für bis zu 98 % der Belastung mit Cadmium ursächlich. In unsere Nahrung gelangt es hauptsächlich durch die Pflanzen, die es über ihre Wurzeln aufnehmen, wenn sie auf Böden wachsen, die hohe Cadmiumgehalte aufweisen.
- In Frankreich sind Düngemittel für mehr als 80 % des Cadmium-Eintrags in landwirtschaftlich genutzte Böden verantwortlich.

Auch Bio-Lebensmittel können Cadmium enthalten, insbesondere durch den Eintrag über die Luft und bestimmte Düngemittel, die Cadmium enthalten und in der biologischen Landwirtschaft zugelassen sind.
Wenn Tiere Futter verzehren, das Cadmium enthält, kommt es hauptsächlich zu einer Anreicherung in Nieren und Leber, wo es nur sehr langsam abgebaut wird. Einige Tierarten wie Pferde reichern besonders viel Cadmium an, weshalb vom Verzehr von Pferdeinnereien abgeraten wird.
Die wichtigsten Aufnahmewege:
Lebensmittel mit einem besonders hohen Cadmiumgehalt sind:

Stark kontaminierte Lebensmittel leisten nicht unbedingt den größten Beitrag.
Auch wenn Lebensmittel stark kontaminiert sind, tragen sie bei gelegentlichem Verzehr weniger zur Gesamtbelastung bei als weniger kontaminierte Lebensmittel, wenn sie täglich verzehrt werden. So ist Schokolade trotz ihres relativ hohen Cadmiumgehalts für weniger als 3 % der Cadmiumbelastung über Nahrungsmittel der Franzosen verantwortlich. Sie gehört daher nicht zu den Hauptursachen für eine Cadmium-Exposition.
Lebensmittel wie Getreide, Weizen, Reis oder Kartoffeln enthalten weniger Cadmium, doch aufgrund der hohen täglichen Verzehrmengen verursachen sie bei den Menschen eine hohe Cadmium-Aufnahme.
Auswirkungen auf die Gesundheit
Krebserregend, erbgutverändernd und fortpflanzungsgefährdend
- Erhöhtes Risiko für Lungenkrebs im beruflichen Umfeld
- Verdacht auf Mitverursachung anderer Krebsarten wie Bauchspeicheldrüsen-, Blasen-, Prostata- oder Brustkrebs
Nierenschädigungen
- Kann Nierenversagen und erhöhte Knochenbrüchigkeit verursachen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Cadmium kann auch negative Auswirkungen auf die Funktion von Herz und Blutgefäßen haben
Neurologische Erkrankungen
- Eine Belastung durch Cadmium kann mit einer verminderten Konzentrationsfähigkeit, kognitiven Störungen bei älteren Menschen und Lernschwierigkeiten bei Kindern einhergehen.
- Sie könnte auch mit bestimmten neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson in Verbindung stehen.
Wie können wir Cadmium vermeiden?
Maßnahmen der Gesundheitsbehörden
Von der französischen Behörde für Lebensmittelsicherheit ANSES wurden mehrere Handlungsfelder für eine Senkung der Cadmiumbelastung identifiziert. Dazu gehören:
- Förderung landwirtschaftlicher Verfahren, die die Anreicherung von Cadmium verringern (weniger belastete Düngemittel, Kennzeichnung der Düngemittel, Optimierung der Düngung, Sorten mit geringerer Anreicherung …)
- Mitwirkung aller Akteure bei der Weiterentwicklung der Vorschriften
- Verringerung der Kontamination des Lebensmittelangebots, auch der Importe, durch eine Neufestsetzung der zulässigen Höchstwerte von Cadmium in den Lebensmitteln, die am stärksten zur Cadmium-Anreicherung beitragen
Handlungsmöglichkeiten der Verbraucher
Auch die Ernährungsgewohnheiten jedes Einzelnen können zur Verringerung der Belastung beitragen, wobei eine ausgewogene Ernährung für die Gesundheit unerlässlich ist.
Insbesondere wird empfohlen:

Fazit
Cadmium ist ein giftiges Schwermetall, das zu erheblichen Gesundheitsrisiken führen kann. Obwohl seine Verwendung heute streng gesetzlich geregelt ist und immer weiter eingeschränkt wird, kommt es weiterhin in unserer Umwelt vor. Um die Anreicherung im menschlichen Körper zu begrenzen, wird empfohlen, eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung zu bevorzugen.


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Cadmium: was sie wissen sollten
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Der Text wurde aus dem Französischen übersetzt